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  • Roland Frei

Gut geerdet oder Ikarus?

Aktualisiert: 1. Jan.



In der Geschichte führte der Übermut von Ikarus ihn dazu, zu hoch zur Sonne zu fliegen. Als er ihr zu nah kam, stürzte er ins Meer ab und starb...

Eine gute Erdung und tiefe Verbundenheit mit der Mutter Erde sind das elementare Fundament für unser ganzes Leben. Vom Anfang bis zum Ende. Aber warum ist das so und wo verlieren wir den Kontakt zur Erde? Menschen die sich ausschliesslich auf das 'Höhere' fokussieren, verlieren schnell die Bodenhaftung und driften ab. Wer nur zu stark nach Oben greift, kann keinen guten Stand mehr haben. Wollen wir beruflich durchstarten und Karriere machen mit lauter Luftschlössern als Wünsche im Gepäck, kann es schnell zu einer Bruchlandung führen. Vielleicht möchten wir auch nur weit im Beruf kommen, um die Eltern glücklich zu machen und vergessen dabei aufs eigene Herz zu hören. Oft bleibt nur viel Frust und zu viele Entbehrungen übrig, anstelle von Glück und Freude. Am Ende vom Lebensweg zählt nicht das Materielle, sondern was wir tief in unserem Herzen empfunden haben. Wer einen Marathon laufen möchte, macht es aus eigenem Antrieb und eigener Motivation, damit man selbstbewusst und gesund ins Ziel kommt. Wer es hingegen nur für andere macht ohne tiefe Freude beim Training zu verspüren, wird sein Herz nicht über die Ziellinie bringen. Wer also nur im Aussen lebt ohne aufs Herz zu hören, ist keineswegs gut geerdet. Zu viel jammern ohne Eigenverantwortung für sich selbst zu übernehmen, hilft sich und anderen auch nicht weiter, ebenso wenig wie faule Kompromisse gut sind. Nicht Kleider, Berufe oder Status machen uns aus, sondern unser Herz und Empathie für andere Menschen, Tiere und die Natur.


Also, weg vom Ikarus - der zu hoch hinaufwollte und zurück auf den Boden der Tatsachen. Wer nicht wirklich im Hier und Jetzt ist, der schwebt zwischen irgendwo und nirgendwo. Kann nicht ankommen und nicht losgehen. Wie auch?

Es ist wichtig ganz bei Sich zu sein, die Realitäten des Lebens zu erkennen und anzunehmen ohne sie sich schön zu reden. Sich verändern, wenn das Herz ruft und keinen Luftschlössern nachrennen. Auch wenn es unangenehm ist, nur mit dem Hinsehen kann etwas verändert werden. Wer viel Eigenliebe und Wertschätzung für sich hat, kann auch Liebe geben. Deswegen ist es wichtig, geerdet zu sein, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren und somit den eigenen Lebensweg zu gehen. Selbstverwirklichung kommt schliesslich aus dem emotionalen Herzen heraus und ist nicht auf Wolke 7 geboren.


Und falls doch, das Leben wird es uns zeigen.

Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Naja, das gehört auch zum Leben dazu. Hinfallen, aufstehen und weiter gehen. Aber nicht vergessen hinter sich aufzuräumen und alles zu klären, sonst kann es einem wieder einholen. Nächstes Mal dann gut geerdet, realistisch und bodenständig alles aufs Neue angehen und dem Herzen folgen. Hurra, jetzt sind wir wieder gelandet und fest am Boden. So darf und soll es sein.


Wer energetisch an sich arbeitet wie z.B. mit Familienstellen und energetischen Behandlungen, kann durchs Auflösen von Blockaden, falschen Vorstellungen, Glaubensmuster u.v.m. näher zu sich kommen und hört mehr aufs eigene Herz. Wenn der Fluss des Lebens gestaut ist, dann müssen alle Steine beseitigt werden. Und mit jedem Stein kommt mehr Bewegung rein. So geht der Flow.


Unser Herz positiv zum Fliegen bringen, können wir nur, wenn wir gut geerdet sind. Also einen Schritt nach dem anderen ganz bewusst gehen. Wie auch Bäume die sehr hochwachsen können und lange Zeiten überdauern, aber nur wenn sie denn gesund und gut verwurzelt sind. Ansonsten liegen sie schnell beim nächsten Sturm am Boden und aus ist der schöne Traum.


Übrigens: Einen starken Baum im Wald für einige Minuten umarmen und tief in den unteren Bauch atmen und seine eigenen Wurzeln gedanklich aus den Füssen in den Boden wachsen lassen, fördert die Verbundenheit und Erdung..

In diesem Sinne, Hören Sie auf Ihr Herz, es kennt und zeigt Ihnen den Weg.





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